Nurell, Inhaber: Artem Ryaboshapko, Stadtplatz 11, 83714 Miesbach
(nachfolgend „Verkäufer“)
Stand: August 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Lieferung von Waren und die Erbringung von Leistungen zwischen dem Verkäufer und seinen Kunden in der jeweils bei Vertragsschluss gültigen Fassung.
(2) Das Angebot des Verkäufers richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern (§ 13 BGB) werden nicht geschlossen. Mit Abgabe der Bestellung bestätigt der Kunde, die Bestellung in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit abzugeben.
(3) Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Verkäufer in Kenntnis solcher Bedingungen liefert, es sei denn, der Verkäufer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung dar.
(2) Mit dem Absenden einer Bestellung im Online-Shop — oder per E-Mail, Telefon oder über das Anfrageformular — gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrags ab.
(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Verkäufer die Bestellung durch Auftragsbestätigung in Textform annimmt oder die bestellte Ware ausliefert. Eine automatisch versandte Eingangsbestätigung stellt noch keine Annahme dar.
§ 3 Preise und Versandkosten
(1) Alle Preise verstehen sich in Euro netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer und zuzüglich Versandkosten.
(2) Maßgeblich sind die am Tag der Bestellung ausgewiesenen Preise. Die Versandkosten werden im Bestellvorgang vor Abgabe der Bestellung ausgewiesen.
§ 4 Zahlungsbedingungen
(1) Die Zahlung erfolgt nach Wahl des Kunden per Rechnung oder SEPA-Lastschrift.
(2) Beim Kauf auf Rechnung ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Der Verkäufer behält sich vor, den Kauf auf Rechnung im Einzelfall von einer Bonitätsprüfung abhängig zu machen oder nur bis zu einem bestimmten Auftragswert anzubieten.
(3) Bei Zahlung per SEPA-Lastschrift erteilt der Kunde ein SEPA-Lastschriftmandat. Die Frist für die Vorabankündigung (Pre-Notification) wird auf einen Tag verkürzt. Der Kunde hat für ausreichende Deckung des Kontos zu sorgen; Kosten einer vom Kunden zu vertretenden Rücklastschrift trägt der Kunde. [ANWALT: Basis- oder Firmenlastschrift festlegen; Mandatstext und Pre-Notification-Prozess prüfen.]
(4) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Regelungen (§ 288 Abs. 2, Abs. 5 BGB: Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz sowie die Pauschale von 40 Euro).
(5) Ein Recht zur Aufrechnung steht dem Kunden nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder vom Verkäufer anerkannt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde nur aus Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis geltend machen.
§ 5 Lieferung und Lieferzeit
(1) Die Lieferung erfolgt innerhalb Deutschlands an die vom Kunden angegebene Lieferadresse.
(2) Angegebene Lieferzeiten sind unverbindlich, soweit nicht im Einzelfall ausdrücklich ein verbindlicher Liefertermin in Textform zugesagt wurde.
(3) Der Verkäufer ist zu zumutbaren Teillieferungen berechtigt.
(4) Die Lieferpflicht steht unter dem Vorbehalt richtiger und rechtzeitiger Selbstbelieferung, es sei denn, die nicht richtige oder verspätete Selbstbelieferung ist vom Verkäufer zu vertreten. Über die Nichtverfügbarkeit wird der Kunde unverzüglich informiert; bereits erbrachte Gegenleistungen werden unverzüglich erstattet.
(5) Ereignisse höherer Gewalt sowie sonstige unvorhersehbare, vom Verkäufer nicht zu vertretende Umstände (z. B. Betriebsstörungen, Streik, behördliche Anordnungen, Störungen der Lieferkette) verlängern die Lieferfrist um die Dauer der Störung. Dauert die Störung länger als zwei Monate, sind beide Parteien berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten.
§ 6 Gefahrübergang
Die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware geht mit der Übergabe an den Spediteur, den Frachtführer oder die sonst zur Ausführung der Versendung bestimmte Person auf den Kunden über (§ 447 BGB).
§ 7 Eigentumsvorbehalt
(1) Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung sämtlicher Forderungen aus der Geschäftsverbindung Eigentum des Verkäufers.
(2) Der Kunde ist berechtigt, die Vorbehaltsware im ordnungsgemäßen Geschäftsgang weiterzuveräußern oder zu verbrauchen. Für den Fall der Weiterveräußerung tritt er bereits jetzt alle Forderungen in Höhe des Rechnungsbetrags ab, die ihm daraus gegen seine Abnehmer entstehen; der Verkäufer nimmt die Abtretung an. Der Kunde bleibt zur Einziehung der Forderungen ermächtigt, solange er seinen Zahlungspflichten nachkommt.
(3) Übersteigt der Wert der Sicherheiten die gesicherten Forderungen um mehr als 10 %, gibt der Verkäufer auf Verlangen des Kunden Sicherheiten nach seiner Wahl frei.
§ 8 Untersuchungs- und Rügepflicht, Mängelansprüche
(1) Es gelten die kaufmännischen Untersuchungs- und Rügepflichten des § 377 HGB. Offensichtliche Mängel sind unverzüglich, spätestens innerhalb von 7 Kalendertagen nach Ablieferung, verdeckte Mängel unverzüglich nach Entdeckung in Textform anzuzeigen; andernfalls gilt die Ware als genehmigt. [ANWALT: Anwendbarkeit des § 377 HGB auf Kunden prüfen, die keine Kaufleute sind.]
(2) Bei Mängeln leistet der Verkäufer nach seiner Wahl Nacherfüllung durch Beseitigung des Mangels oder Lieferung einer mangelfreien Sache. Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Kunde mindern oder vom Vertrag zurücktreten.
(3) Mängelansprüche verjähren in 12 Monaten ab Ablieferung. Dies gilt nicht für Schadensersatzansprüche aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie in den Fällen der §§ 445b, 478 BGB (Rückgriff in der Lieferkette).
§ 9 Haftung
(1) Der Verkäufer haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
§ 10 Kein Widerrufsrecht
Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht, da der Verkäufer ausschließlich an Unternehmer liefert. Ein freiwilliges Rückgaberecht wird nicht eingeräumt; Rücknahmen aus Kulanz bedürfen einer gesonderten Vereinbarung im Einzelfall.
§ 11 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Vertragssprache ist Deutsch.
(3) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Geschäftssitz des Verkäufers; der Verkäufer ist berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen. [ANWALT: Wirksamkeit der Gerichtsstandsklausel prüfen — der Inhaber ist nicht im Handelsregister eingetragen; Kaufmannseigenschaft nach § 1 HGB klären.]
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Widerrufsbelehrung Text.
Editierbar im Admin-Backend unter Inhalte -> AGB/WRB.