Allgemeine Geschäftsbedingungen
Nurell, Geschäftsinhaber: Artem Ryaboshapko, Stadtplatz 11, 83714 Miesbach
(nachfolgend „Verkäufer“)
Stand: Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über den Kauf und die Lieferung von Waren zwischen dem Verkäufer und seinen Kunden in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung, gleich ob die Bestellung über den Online-Shop, per E-Mail, telefonisch oder über das Anfrageformular erfolgt.
(2) Das Angebot des Verkäufers richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern (§ 13 BGB) werden nicht geschlossen. Mit Abgabe der Bestellung bestätigt der Kunde, die Bestellung in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit abzugeben.
(3) Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Verkäufer in Kenntnis solcher Bedingungen liefert, es sei denn, der Verkäufer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(4) Für Probemontagen, für die Vermietung und Wartung von Geräten, für Montageleistungen und für den Mattenservice gelten die Vereinbarungen, die der Verkäufer darüber gesondert mit dem Kunden schließt. Diese AGB gelten in diesen Fällen nur für die Lieferung von Waren, insbesondere von Nachfüllware, und nur, soweit die gesonderte Vereinbarung nichts anderes bestimmt.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung dar.
(2) Mit dem Absenden einer Bestellung im Online-Shop — oder per E-Mail, Telefon oder über das Anfrageformular — gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrags ab.
(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Verkäufer die Bestellung durch Auftragsbestätigung in Textform annimmt oder die bestellte Ware ausliefert. Eine automatisch versandte Eingangsbestätigung stellt noch keine Annahme dar. § 3 Abs. 3 bleibt unberührt.
§ 3 Preise und Versandkosten
(1) Alle Preise verstehen sich in Euro netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer und zuzüglich Versandkosten.
(2) Maßgeblich sind die Preise, die zum Zeitpunkt der Bestellung im Online-Shop ausgewiesen sind. Für die Versandkosten gilt Absatz 3.
(3) Zusätzlich fallen Versandkosten an. Der Online-Shop berechnet sie nach Gewicht und Warenwert der Bestellung und weist den Betrag im Warenkorb und in der Bestellübersicht vor Abgabe der Bestellung aus; dieser Betrag gilt, wenn der Verkäufer nichts Abweichendes mitteilt. Erfordert die Bestellung einen höheren Versandaufwand – insbesondere wegen der Zahl, der Maße oder des Gewichts der Packstücke oder wegen des Lieferorts –, teilt der Verkäufer dem Kunden die abweichenden Versandkosten vor Annahme der Bestellung in Textform mit. Der Vertrag kommt in diesem Fall erst zustande, wenn der Kunde den mitgeteilten Versandkosten in Textform zustimmt; bis dahin ist er an seine Bestellung nicht gebunden. Die üblichen Versandkosten nennt die Seite Versandinformationen.
§ 4 Zahlungsbedingungen
(1) Es gelten die auf der Seite Zahlungsmöglichkeiten aufgeführten Zahlungsarten in der zum Zeitpunkt der Bestellung angebotenen Auswahl. Welche Zahlungsarten im Einzelfall zur Verfügung stehen, wird im Bestellvorgang vor Abgabe der Bestellung angezeigt.
(2) Der Rechnungsbetrag ist ohne Abzug innerhalb von 7 Tagen ab Rechnungsdatum fällig. Ein abweichendes Zahlungsziel gilt nur, wenn es mit dem Kunden im Einzelfall vor Vertragsschluss in Textform vereinbart wurde. Der Verkäufer behält sich vor, den Kauf auf Rechnung im Einzelfall von einer Bonitätsprüfung abhängig zu machen, ihn nur bis zu einem bestimmten Auftragswert anzubieten oder gegen Vorauszahlung zu liefern.
(3) Bei Zahlung per SEPA-Lastschrift erteilt der Kunde ein SEPA-Lastschriftmandat. Die Frist für die Vorabankündigung (Pre-Notification) wird auf einen Tag verkürzt. Der Kunde hat für ausreichende Deckung des Kontos zu sorgen; Kosten einer vom Kunden zu vertretenden Rücklastschrift trägt der Kunde.
(4) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Regelungen (§ 288 Abs. 2, Abs. 5 BGB: Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz sowie die Pauschale von 40 Euro).
(5) Ein Recht zur Aufrechnung steht dem Kunden nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder vom Verkäufer anerkannt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde nur aus Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis geltend machen.
§ 5 Lieferung und Lieferzeit
(1) Die Lieferung erfolgt innerhalb Deutschlands je nach Gewicht und Umfang der Bestellung per Paketdienst oder per Spedition an die vom Kunden angegebene Lieferadresse. Der Verkäufer kann die Ware auch unmittelbar durch einen seiner Lieferanten an den Kunden versenden lassen (Streckengeschäft); Vertragspartner des Kunden bleibt der Verkäufer.
(2) Pakete stellt der Paketdienst an der Lieferadresse zu. Palettensendungen werden frei Bordsteinkante geliefert: Der Frachtführer stellt die Sendung an der dem Lieferort nächstgelegenen, mit einem Lkw befahrbaren Stelle bereit. Das Abladen, der Weitertransport in das Gebäude und die Entsorgung des Verpackungsmaterials obliegen dem Kunden, soweit nicht im Einzelfall in Textform etwas anderes vereinbart ist. Einzelheiten zum Ablauf enthält die Seite Versandinformationen.
(3) Bei Palettensendungen stellt der Kunde sicher, dass die Lieferadresse mit einem Lkw erreichbar ist und bei der Zustellung eine empfangsberechtigte Person anwesend ist. Eine Avisierung der Sendung erfolgt nicht automatisch, sondern nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden; der Verkäufer kann sie von einem vorab vereinbarten Aufpreis abhängig machen. Die Kosten einer erfolglosen Anfahrt oder einer erneuten Zustellung trägt der Kunde, wenn er sie zu vertreten hat.
(4) Angegebene Lieferzeiten sind unverbindlich, soweit nicht im Einzelfall ausdrücklich ein verbindlicher Liefertermin in Textform zugesagt wurde.
(5) Der Verkäufer ist zu zumutbaren Teillieferungen berechtigt.
(6) Die Lieferpflicht steht unter dem Vorbehalt richtiger und rechtzeitiger Selbstbelieferung, es sei denn, die nicht richtige oder verspätete Selbstbelieferung ist vom Verkäufer zu vertreten. Über die Nichtverfügbarkeit wird der Kunde unverzüglich informiert; bereits erbrachte Gegenleistungen werden unverzüglich erstattet.
(7) Ereignisse höherer Gewalt sowie sonstige unvorhersehbare, vom Verkäufer nicht zu vertretende Umstände (z. B. Betriebsstörungen, Streik, behördliche Anordnungen, Störungen der Lieferkette) verlängern die Lieferfrist um die Dauer der Störung. Dauert die Störung länger als zwei Monate, sind beide Parteien berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten.
§ 6 Gefahrübergang
(1) Die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware geht mit der Übergabe an den Spediteur, den Frachtführer oder die sonst zur Ausführung der Versendung bestimmte Person auf den Kunden über (§ 447 BGB).
(2) Der Kunde hat die Sendung bei Ablieferung auf äußerlich erkennbare Transportschäden und auf Vollständigkeit zu prüfen. Äußerlich erkennbare Schäden und Fehlmengen sind auf dem Ablieferbeleg des Frachtführers zu vermerken; äußerlich nicht erkennbare Schäden sind dem Frachtführer innerhalb von sieben Tagen nach Ablieferung anzuzeigen (§ 438 HGB). Der Verkäufer ist unverzüglich zu informieren, damit er Ansprüche gegen den Frachtführer wahren kann. Die Mängelansprüche des Kunden gegen den Verkäufer nach § 8 bleiben hiervon unberührt.
§ 7 Eigentumsvorbehalt
(1) Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung sämtlicher Forderungen aus der Geschäftsverbindung Eigentum des Verkäufers.
(2) Der Kunde ist berechtigt, die Vorbehaltsware im ordnungsgemäßen Geschäftsgang weiterzuveräußern oder zu verbrauchen. Für den Fall der Weiterveräußerung tritt er bereits jetzt alle Forderungen in Höhe des Rechnungsbetrags ab, die ihm daraus gegen seine Abnehmer entstehen; der Verkäufer nimmt die Abtretung an. Der Kunde bleibt zur Einziehung der Forderungen ermächtigt, solange er seinen Zahlungspflichten nachkommt.
(3) Übersteigt der Wert der Sicherheiten die gesicherten Forderungen um mehr als 10 %, gibt der Verkäufer auf Verlangen des Kunden Sicherheiten nach seiner Wahl frei.
§ 8 Mängelanzeige, Mängelansprüche
(1) Der Kunde prüft die Ware nach Ablieferung auf offensichtliche Mängel, Falschlieferungen und Mengenabweichungen und zeigt sie dem Verkäufer innerhalb von 7 Kalendertagen nach Ablieferung in Textform an; zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung der Anzeige. Zeigt der Kunde einen offensichtlichen Mangel nicht rechtzeitig an, sind Mängelansprüche wegen dieses Mangels ausgeschlossen. Für nicht offensichtliche Mängel gelten die gesetzlichen Vorschriften; der Kunde soll sie unverzüglich nach ihrer Entdeckung in Textform anzeigen.
(2) Bei Mängeln leistet der Verkäufer nach seiner Wahl Nacherfüllung durch Beseitigung des Mangels oder Lieferung einer mangelfreien Sache. Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Kunde mindern oder vom Vertrag zurücktreten.
(3) Mängelansprüche verjähren in 12 Monaten ab Ablieferung. Dies gilt nicht für Schadensersatzansprüche aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie in den Fällen der §§ 445b, 478 BGB (Rückgriff in der Lieferkette).
§ 9 Haftung
(1) Der Verkäufer haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
§ 10 Kein Widerrufsrecht
Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht, da der Verkäufer ausschließlich an Unternehmer liefert. Ein freiwilliges Rückgaberecht wird nicht eingeräumt; Rücknahmen aus Kulanz bedürfen einer gesonderten Vereinbarung im Einzelfall.
§ 11 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Vertragssprache ist Deutsch.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.